Frank Möller


SE Klasse A mit  der Endröhre EL8

Jetzt war ich total im "Röhrenfieber" und das meine ich wirklich so, wen diese alte Technik interessiert und wer sich mit allem rund um die Röhre beschäftigt... also der Geschichte dieser wichtigen Bauteile, der kommt nicht einfach wieder davon los, sondern fängt erst richtig an...
Eine Superröhre musste her, die EL 8 hat sich sofort angeboten und auch hier war die Idee schnell in die Tat umgesetzt worden..... wenn auch noch nicht Perfekt....
1936 brachte Philips die  Rote E- Serie heraus. 

Wie zuvor war sie mit Außenkontaktsockel versehen. Sie waren nun rot und nicht Silber oder Gold was auch der Grund der Bezeichnung ist! 
Sie waren beachtlich kleiner als die Vorläufer und hatten kürzere Zuleitungsdrähte. Sie hatte auch bessere Daten als ihre Vorläufer allein die Heizleistung war nur noch 50% der A bzw. C Röhren.
Die Heizspannung ist 6,3 V. 
Der Heizstrom der Vorstufenröhren war nun einheitlich 0,2 A. Nun konnten diese Röhren auch in Allstromgeräten mit Serienheizkreisen verwendet werden. 
Die Serie von 1936 bestand aus den Typen EK2, EF5, EF6, EB4, EBC3, EL2, EL3, EL5, EM1, EZ2, EZ3 und EZ4.
1937 erschienen die Typen EBF1, EBL1, EH2 und C/EM2.
1938 erschienen die EAB1, EBF2, ECH2, EF8, EF9, EFM1, EK3, EL6, ELL1, 1882 und 1883.
1939 kamen noch ECH3 und EM4 hinzu.
1940 bildeten die ECH4 und ECF1 gewissermaßen den Abschluss der Hauptentwicklung.
1940 erschienen Rote Röhren mit Oktalsockel als U- Serie mit 0,1A Heizstrom sowie als D- Serie mit 1,4V Heizspannung für Batteriebetrieb.
1948 und 1949 erschienen in Deutschland von Valvo die zuvor Roten Röhren nun in gold als Zwischenlösung, bis die Industrie in der Lage war, moderne Röhren in Rimlocktechnik herzustellen. 
Und zwar die Typen EBF2, EBL1, ECH4, EF6, EF9, EL8, EM4 für Wechselstrom und die Typen UBL3, UCH5, UF5, UF6, UL2 und UY4 für Allstrom.

Bild7

Satte 1,8 Watt Sinus Leistung mit der EF6 und der EL8….Wer meint das reicht nicht, hat es noch nie gehört.
Ich habe ihn an 2 3-Wege Boxen mit 1000W Musikleistung getestet.  Es war unglaublich , einfach toll.
Nun betreibe ich ihn mit meinen 120/170 4 Wege System.




Es ist völlig unnötig eine Klangregelung zu ergänzen, dieser Klang ist wirklich Klasse.
Selbst im unteren Frequenzbereich ist alles Perfekt.

Einfache Eintaktschaltung mit wenig Bauteilen und die richtigen Übertrager in meinem
Fall von Ask Jan First .
(siehe Materialkosten)
Die Grundschaltung stammt von Hans Borngräber ich habe nur noch andere
Übertrager verwendet und 2 Biasanzeigen eingebaut.
Eine Anodenspannungsversorgung mit Timer,für wenig Geld aus dem Ebay :) . 
Die Röhren werden erst einmal 30 Sekunden vorgeheizt dann erst erfolgt die Zuschaltung der Anodenspannung.
Porzellan Anodenstecker für die EF6 und den Richtigen Trafo der 2 mal 6,3 Volt
Heizspannungen Sekundär haben muß, eine davon wird als Spannungsquelle (mit Elko und Diode) für das Relais auf der Anodenspannungsplatine verwendet.
Eine CLC Siebung mit einer Drossel 10 Henry sorgt für Brummfreien Klanggenuss….. :)
Die 8 Ohm Lautsprecher werden bei meinem verwendeten AÜ an der 4 Ohm Seite angeklemmt, somit habe ich Primär 10,4Kohm (Danke Ask Jan First) für die Tipps mit dem AÜ erreicht.
Sicherlich kann man auch den eigentlich besseren aber auch sau teueren AÜ mit 12,5Kohm benutzen aber der kostet
pro Stck 79€.....für mich einfach zu teuer und dieser hier ist schon nicht schlecht für einen Versuch.

Bild8


Bild9

Kann sich sehen lassen und ist wenn man mal von den AÜ´s absieht echt Klasse




www.frankmoeller-bramsche.de